Lernen am Arbeitsplatz in der Industrie 4.0 | CHECK.point eLearning
Renaissance des eLearning

Lernen am Arbeitsplatz in der Industrie 4.0

Berlin, April 2016 - Henning Kagermann, Präsident von acatech, spricht in Bezug auf Industrie 4.0 von einer "Renaissance des eLearning". Hintergrund seiner Aussage sind die Entwicklungen des Internets der Dinge, Daten und Dienste. Der digitale Wandel ermöglicht die Vernetzung unterschiedlichster internetfähiger Geräte - sogenannter Cyber physical systems - und schafft so ganz neue Möglichkeiten des Lernens vor allem auch am Arbeitsplatz selbst.

Eine Beispiel hierzu: In einer Produktionsanlage tritt ein Störfall auf und die für die Maschine verantwortlichen Mitarbeiter erhalten die relevanten Daten zu diesem Vorkommnis auf ein Tablet übertragen. Die zur Behebung des Störfalls notwendigen Learning Nuggets werden automatisch auf der Oberfläche des Tablets dargestellt. Hierbei visualisiert die Größe der jeweiligen Kacheln auf dem Tablet die Relevanz des einzelnen Nuggets. Parallel wird dem Nutzer der für ihn individuell passende Lernpfad vorgeschlagen.

Veränderung der Lernoberfläche bei einem Störfall

Diese und weitere Szenarien werden in dem vom BMBF geförderten Projekt "Kompetenzentwicklungsstudie Industrie 4.0" derzeit entwickelt. Grundlage dieses Projektes ist eine Umfrage vor allem bei klein- und mittelständischen Unternehmen nach dem Kompetenzbedarf insbesondere in der Aus- und Weiterbildung im Themenumfeld des Lernens für die Industrie 4.0.

Projektpartner sind die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech), das Fraunhofer IML Dortmund und die equeo GmbH aus Berlin. Während acatech als Projektleiter vor allem für die Durchführung der Unternehmensbefragung verantwortlich zeichnet, arbeiten Fraunhofer IML und equeo an praktischen, beispielhaften Lernszenarien. Der Ansatz hierbei ist es, unterschiedliche Zielgruppen mit einem Mix von Methoden möglichst individuell bedienen zu können.

Qualifizierungsformate

Die Weiterentwicklung dieses Konzeptes erfolgt in engem Austausch mit Wissenschaftlern und Praktikern, die wichtige Anregungen für das Projekt geben. Die Projektpartner können Unternehmen so verschiedene innovative Learning-Services für das Lernen in der Industrie 4.0 anbieten. Dabei stehen insbesondere praktische und zielgruppenspezifische Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen im Vordergrund.