Neue Dramaturgie für 3D-Videoproduktionen

Während die Nachfrage von 3D Inhalten für Kino und TV steigt, gibt es laut Prof. Pfanz bisher kein realwriting-Training für diese spezifischen, Raum orientierten Inhalte, die die stereoscopische Filmproduktion bietet.
"Momentan sehen wir nur Filme in 2D mit 3D Effekten - meist nur für die emotionale intensivierung des Zuschauer-Erlebnisses. Oft werden diese Effekte mit einer neuen Kunstform verwechselt, obwohl sie, bezüglich des Storytellings und der Dramaturgie lediglich 2D/3D Hybride sind, die das hohe Potenzial der 3D innewohnenden dramaturgischen Möglichkeiten nicht ausschöpfen", so Prof. Pfanz in einem Vortrag.
Ausgehend von Thesen, dass man in 3D nicht mehr von Bildern, sondern von Bühnen reden müsste und dass dem Raum und seinen Koordinaten schon im Drehbuch Bedeutungen zugewiesen werden muss, entwickelte Ludger Pfanz eine 3D Drehbuchtheorie. Sein 3D Story Modell und seine 3D Dramaturgie entwickeln nicht mehr nur Spannung auf der Time-Line - also in der Zeit -, sondern gleichzeitig auch Horizontal-, Vertikal- und Parallax-Spannungen.
Aus dieser Perspektive ist es möglich, den zu erzählenden Konflikt innerhalb des ganzen dreidimensionalen Raumes architektonisch zu gestalten.
Im Rahmen des LEARNTEC Kongresses spricht Prof. Ludgar Pfanz über die veränderten Erfordernisse der bildgebenden Arbeit in 3D Videoproduktionen am 29. Januar 2013 um 15 Uhr.